EN

DE

RU



Umladestation
ladet Dieselkraftstoff von Breitspurgleisen auf Schmalspurgleise um.

>>>


Angebote des Terminals:
Umladung der Erdölprodukte und des Dieselkraftstoffes.


Projekte und Aussichten:
Entwickelung zusätzlicher Dienstleistungen.
>>>


Umladestation der Erdölprodukte an der Eisenbahnstation Bruzgi
>>>


Historische Auskunft

Jemand, der einmal durch die europäische Grenze gefahren ist, wunderte sich darüber, wozu die Wagen-Räder ausgewechselt wurden, oder man in einen „europäischen“ Zug umsteigen musste.
Es stellt sich heraus, die einzige Ursache ist, dass in Europa die Gleisspuren ein wenig schmaler als in den Ländern der ehemaligen UdSSR sind, und nicht alle Zug-Modelle sie fahren können. Warum sind unsere heimischen Eisenbahnspuren breiter als europäischen?

Eisenbahn-Tankwagen


Stephenson-Spur
Die Frage der Eisenbahn-Spurbreite hat ihre eigene Geschichte, die sich mit der Menschheit-Geschichte verflicht. Die verbreitetste Eisenbahn-Spurbreite in der Welt ist 1435 mm (4 Fuß und 8,5 Zoll). Solche Spurbreite haben die Eisenbahne von Nordamerika, China und Europa (Ausnahmen sind die GUS-Länder, Baltikum, Finnland, Irland, Spanien und Portugal). Gerade diese Spurbreite wurde für den Bau der ersten Passagier-Eisenbahn-Strecke Liverpool-Manchester von Ingenieur George Stephenson verwendet. Eigentlich war diese Spurbreite die schmalste von allen zahlreichen Varianten, und wurde dafür ausgewählt, um bei der Umspurung zusätzliche Anlagen in den Umbau der Brücken, Dämme und Einschnitte zu vermeiden. Stephenson bekam viele Bestellungen für seine Lokomotiven, deswegen verbreitete sich diese Spurbreite in Europa und Amerika. Das von ihm gegründete Lokomotiven-Bauwerk war eine Weile monopolistisch, und bekam eine riesige Anzahl der Bestellungen. All diese Lokomotiven benutzten die Spurbreite von 1435 mm, die auch manchmal „Stephenson-Spur“ oder „Normale Eisenbahn-Breitspur“ genannt wird. 1833 hat Ingenieur Brunel eine andere Variante vorgeschlagen - die Große Westeisenbahn mit der Spurbreite von 7’ (2135 mm) zu bauen. Er war der Meinung, dass es positiv die Geschwindigkeit beeinflussen sollte. Und die Bahn wurde gebaut. Bis heute ist es die Eisenbahn mit der breitesten Gleisspur in der Welt. Später wurde diese Spur „Brunel-Spur“ genannt. Am Anfang war es in Europa ein richtiges Durcheinander mit der Spurbreite. Wegen des Unterschieds in der Spurbreite mussten die Reisenden ständig umsteigen, was sehr unbequem war. Die Güterzüge mussten auch immer umgeladen werden. Um die Sache zu regulieren, wurde ein Sonder-Parlament-Ausschuss gebildet, der am 12. August 1846 auf Grund 46 Experten-Meinungen ein Gesetz über Spurbreite verabschiedet hat. Das von dem Englischen Parlament angenommene Gesetz verpflichtete alle Eisenbahn-Besitzer ihre Eisenbahne auf die einheitliche Stephenson-Spur umzuspuren. Die meisten europäischen Länder haben zuletzt diese Spurbreite übernommen. Die Ausnahmen in Europa waren die Eisenbahne Irlands mit der Spurbreite von 1600 mm, sowie Spaniens und Portugals mit der Spurbreite von 1668 mm.

Die erste russische Spur
In Russland hatte die erste Eisenbahn „St. Petersburg - Zarskoje Selo“ die Spur von 6’ (1829 mm). Später, am 29. September 1842, wurde der Erlass „Über Gründung des Einrichtungs-Ausschusses der Petersburg-Moskau-Eisenbahn“ erlassen. Die längste Eisenbahn Russlands mit der Länge von 650 km und Spurbreite von 1524 mm wurde zum Vorgänger aller russischen Eisenbahne, sowie der Eisenbahne Finnlands.
Beim Bau dieser Eisenbahn schlug der russische Ingenieur P. Melnikow, der zuvor Amerika besucht hatte, eine Spur mit der Breite von 5’ (1524 mm). Sie war 89 mm breiter als die Stephenson-Spur. Es gibt die Meinung, dass bei der Spurbreite-Auswahl Militär-Faktor in Betracht genommen wurde. Die von der europäischen Spur unterschiedliche Spurbreite sollte beim vermutlichen Einfall dem Feind bei der Truppen-Versorgung im Wege stehen. Es gibt keine urkundliche Bestätigungen dieser Meinung, dennoch wird davon viel geredet.

Sowjet-Spur
Ab Mitte des 19. Jahrhunderts ist die Standartspur der russischen (später der UdSSR), finnischen und mongolischen Eisenbahne die 1524-mm-Spur. In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts, genauer zu sein von Mai 1970 bis 90-Jahren, wurden die sowjetischen Eisenbahne auf 1520 mm umgespurt. Es wurde dafür getan, um die Stabilität und die Geschwindigkeit der Güterzüge ohne eigentliche Modernisierung der Züge zu erhöhen.
Nach dem Zerfall der UdSSR wurde die 1520-mm-Spur zur Standard-Spur in allen ihren ehemaligen Republiken. Die Eisenbahne Finnlands benutzen bis heute den 1524-mm-Standard. Der Unterschied in vier Millimeter fordert keine Umrüstung des Zuges, aber es gab große Probleme mit der erhöhten Abnutzung der Eisenbahnradsätze. Dennoch konnte man keinen direkten Zusammenhang zwischen der Spurbreite, oder genauer zu sein der Lücke zwischen der Gleisinnenkante und der Radsatz-Kamme und Abnutz-Intensität feststellen. Dieselbe Spurbreite wird in allen U-Bahnen Russlands und der GUS-Länder verwendet. Viele S-Bahn-Gleise haben die Spurbreite von 1524 mm (dennoch gibt es auch Schmalspur-Systeme mit der Spurbreite von 1 Meter, z.B. in Kaliningrad, Pjatigorsk, Tallin, Lvov). In Rostow am Don verwendet man für die S-Bahn-Gleisen die europäische 1435-mm-Spur. In den Grenzregionen, wo verschiedene Gleisspuren verwendet werden, benutzt man manchmal die kombinierten Gleisspuren.

Im allgemeinen haben die 75% der Eisenbahne der Welt die Stephenson-Spur von 1435 mm, 11% haben eine breitere Spur und 14% - eine schmalere.